Freitag, 31. Mai 2019

Aller Anfang ist schwer



Vor zwei Jahren bin ich nach Schweden ausgewandert. Nun ist es an der Zeit, etwas dazu zu berichten. Vielen Dank an meinen Bruder, er hat mir nämlich bei dem Umzug geholfen. Er ist gefahren, ich hasse es nämlich auf der Autobahn zu fahren. 
Wir fuhren insgesamt 16 Stunden und haben in Hamburg einmal übernachtet. Danach ging es in einem Zug weiter nach Ljungby. Meine damals, kleine Wohnung habe ich über Facebook gefunden. Meine Bleibe war also schon gesichert. Auch meine Arbeitsstelle, habe ich von Deutschland aus gesucht und gefunden. 
Meine Vermieter waren sehr beruhigt, dass mein Bruder mit dabei war. Sie meinten, sie hätten Angst um mich gehabt, da ich ja erst 22 Jahre alt war. Sie sprachen auf Schwedisch. Ich verstand mehr oder weniger, was sie sagten. 
Gleich am zweiten Morgen schrieb mein damaliger Chef, dass ich kommen sollte. Ich war nervös und hatte Angst, dass ich gleich arbeiten sollte. Meine Ängste wurden bestätigt und es war schrecklich. Zusammen mit ihm stand ich da in der Backstube und alles was ich machte, war falsch. Ich bin Konditor und weiß, was ich zu tun hatte. Aber er hatte andere Vorstellungen davon, wie etwas auszusehen hatte. 
Ach ja, ich war zum Probearbeiten auch vorher schon da gewesen und dort war eine andere Konditorin, die andere Ansichten hatte als mein Chef. Falls ihr euch denkt, dass das ja klar ist, dass in Schweden nicht alles so ausschaut wie in Deutschland. 
Der ganze erste Arbeitstag war grauenvoll. Ich dachte ja eigentlich, dass ich nur zum Vertrag unterschreiben hinkomm. Aber nein. Den hab ich erstmal überhaupt nicht bekommen. Dazu hat es drei Monate gebraucht. Ich hatte jeden Tag nachgefragt, aber er hatte mich ignoriert. Ich war damals noch so blind und dachte, es würden nur rücksichtsvolle Schweden im Land geben. Meine Kollegen hatten mir geraten, dass ich mir lieber was anderes suchen sollte. Der Chef ist alles andere als liebenswert. Ich hatte darauf aber nicht gehört. Und hatte mich meinem Schicksal gestellt. 

Da ich auch gleich ins Arbeitleben geholt wurde, hatte ich keine Zeit meine Wohnung einzurichten. Mein jetziger Freund meinte, es sähe hier aus, als ob ich nur zwei Tage drin gewohnt hätte. Ja, ich hatte auch nur ein Schlafsofa, einen kleinen Fernseher von Ica, einen Teppich und eine Astrid Lindgren DVD-Sammlung. Ein Auto habe ich nicht, also habe ich mich auf Das beschränkt, was ich hatte. Es hat gereicht. Mehr braucht man auch nicht, wenn man in einer so wundervollen Umgebung lebt. 

Ende Teil 1

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Das Moor - Connis Geschichten

Diese Geschichte habe ich bereits auf einem anderen Portal veröffentlicht, da war ich 16 Jahre jung.

Das Moor

Du gehst einfach. Schlägst die Tür hinter dir zu. Gehst normal. Ohne dich zu verabschieden. Dein Kopf eingezogen. Dass dich keiner erkennt. Machst deine Musik an. Eine passende. Für diese Stimmung. Dir ist einfach langweilig. Weißt nicht, was man den ganzen Tag machen soll. Und dann gehst du einfach. Weil du einfach das Verlangen danach hast. Das, was du schon vor vier Tagen machen wolltest. Aber immer auf den richtigen Augenblick gewartet hast, und ihn dann verpasst hast. Hast es immer verschoben. Und heute, dachtest du dir, du machst es einfach. Perfektes Wetter. Keine Sonne. Kein Regen. Grauer Himmel. Das ist einfach nur schön. Während dem Gehen, denkst du dir, hoffentlich sieht dich keiner. Oder spricht dich an. Du willst einfach nur deine Ruhe haben. Scheiße, denkst du dir, wenn du jemanden siehst. Obwohl, du ihn nicht kennst. Gehst einfach ihm entgegen, grüßt, und damit hat sich die Sache. Gehst weiter. Siehst wieder jemanden. Jemanden der angelt. Zwei Jungs. In deinem Alter. Einfach durch, sag nichts. Du glaubst sie zu kennen. Du glaubst, das sind die, die dir dein Leben schwer gemacht haben. Für kurze Zeit. Aber du gehst einfach an ihnen vorbei. Sagst nichts. Würdigst ihnen keine Blicke. Und dann sind sie hinter dir. Bis du sie nicht mehr sehen kannst. Dann bist du hoffentlich alleine. Du gehst einen kleinen Weg. Einen Kieselweg. Ringsum lauter schöne Blumen. Sträucher. Scheiße, wieso bist du nicht schon vor vier Tagen hier her gekommen. Das kann ja nicht sein, dass es hier so schön ist. In der Nähe. Dann hörst du den Fluss plätschern. Wohlgefühl steigt in dir auf. Und dann siehst du die kleine, winzige Brücke. Sie ist schon ziemlich morsch. Aber du gehst über sie. Ein bisschen knackt sie. Aber du brichst nicht ein. Du spürst jetzt die Natur. Aber gehst weiter. Und da bist du. Beim Moor. Tote Bäume. Frische Sträucher. Wasser. Matsch. Und du bist einfach allein. Du fühlst dich allein. Du denkst dir, niemand wird hier her kommen. Niemand wird sich hier her wagen. Du denkst daran, was dir deine Eltern sagten, als du noch ein kleines Kind warst. Und von nichts eine Ahnung hattest. Gehe nicht zu diesem Moor. Da kannst du leicht einsinken. Da ist sogar schon jemand mal gestorben. Aber du hast geguckt, im Internet. Und fandst keine Seiten, die den Tod eines Menschen in diesem Moor beschrieben. Aber du kamst auf Seiten, wo du Moorleichen gesehen hast. Leichen. Graue Leichen. Und dann wagst du deinen ersten Schritt. Und spürst, wie langsam das Wasser in deine Schuhe sickern. Du suchst eine Stelle, wo du nicht so schnell sinkst. Und du gehst weiter. Schaust zurück, aber bist noch nicht so weit. Und immer weiter. Mal bleibst du stehen, und merkst, wie richtig fest, du von unten gezogen wirst. Schaust nach oben, und merkst wie schnell du sinkst. Aber es fühlt sich toll an. Und dann das Wasser. Deine Socken werden nass und deine Schuhe sowieso. Aber du gehst weiter. Und bleibst immer wieder stehen, weil du dieses Gefühl toll findest. Festgehalten zu werden und in die Wärme gezogen werden. Rein in den Tod. Aber du blickst auf, und denkst dir, du hast noch dein ganzes Leben vor dir, und willst jetzt noch nicht. Deswegen verweilst du nur kurz auf diesem Moos. Dass dich will. Dieses Moor, dass mehr Tote braucht. Und dann blickst du wieder zurück, und siehst, dass du es doch geschafft hast, weiter zu kommen. Und du blickst nach vorne. Und da hast du noch mehr als die Hälfte vor dir. Die Stellen, die du nicht kennst. Und du kehrst wieder um. Ein andermal denkst du dir. Du gehst schneller, als vorher. Dann stehst du wieder auf festem Boden. Und gehst. Vor dem Denkmal bleibst du stehen. Ein Fliegerdenkmal. Otto. Noch ein Otto. 1975 oder war es 1925. Karl Heinz. Die frischen Blumen davor. Faltest deine Hände. Aber betest nicht. Du faltest sie einfach. Denkst auch nicht an Gott. Du machst es einfach. Und dann denkst du dir, es ist sinnlos und gehst. Bevor du aber gehen willst, gönnst du dir noch eine Erfrischung in einem kleinen Bach. Es ist nicht wirklich viel Wasser drinnen. Ziehst dir einfach nur deine Schuhe aus. Deine Strümpfe. Und dann stehst du da in diesem eiskalten Wasser. Siehst wie deine blauen Adern auf deinen Füßen immer dicker und sichtbarer werden. Deine Füße werden röter. Aber es fühlt sich toll an. Die Kälte. Und dann, leider siehst du Menschen kommen. Du kennst sie vom Sehen. Sie kennen deinen Namen. Aber du ihren nicht. Es sind ältere Menschen. Sie bleiben vor dir stehen und starren dich an. Von Kopf bis Fuß.
Dass du, in diesem kalten Wasser stehst, an einem so kalten Tag. Sagen sie dir.
Du sagst nur Ja.
Na wenn es Spaß macht.
Ja. Und du lächelst und innerlich denkst du dir, wieso haben die Leute kein eigenes Leben? Und müssen immer irgendwelche Sprüche lassen, wenn sie dich sehen, etwas vielleicht Ungewöhnliches. Etwas Verrücktes. Was sie selber noch nie gemacht haben. In ihrem nicht vorhandenen Leben. Und dann verschwinden sie. Und du ziehst dir wieder deine Schuhe an. Und gehst. Dann hältst du nach den Fischern Ausschau. Siehst sie. Und du willst nicht an ihnen vorbei. Du gehst zu der Stelle, wo der Weiher aufhört. Dorthin, wo du als kleines Kind immer gespielt hast. Du hörst den Bach rauschen. Den kleinen, wirklich kleinen Wasserfall plätschern. Wenn man das überhaupt Wasserfall nennen kann. Und Erinnerungen steigen in dir auf. Leute, die du mochtest. Und vielleicht immer noch magst. Aber sie nicht mehr an deinem Leben teil haben. Aber du genießt einfach diese Stelle hier. Sitzt auf einen Felsen. Und schaust dem Wasser zu. Das klare Wasser. So schön. Und dann schaust du an dir herunter und siehst dich ganz anders. Du fühlst dich immer noch wie ein Kind. Und willst auch eines sein. Du willst kein Erwachsener sein. Einfach Kind. Frei sein. Spielen. Der Natur so nahe.
Und dann stehst du auf und gehst. Gehst wieder nach Hause. Kopf wieder eingezogen. Und Musik an. Und gönnst den Menschen keinen Blickes. Und zuhause fragt dich dann deine Mutter, wo du gewesen bist. Aber du sagst was anderes. Einen anderen Ort. Weil du willst, dass dort niemand hinkommt. Und dann, wenn du dein Zimmer betrittst, fühlst du dich doch schlecht, weil du sie angelogen hast. Aber, du konntest einfach nicht anders. Du brauchst deine Freiheit.

Montag, 12. September 2016

Kaffee Melange - herbstende

Ich sitze hier gerade auf einem Felsen vor meinem Schloß. Mit meiner nicht vorhandenen Krone auf meiner Naturlockenpracht, in einem nicht pinken und funkelnden Kleid, sondern in einem grauen Shirt mit der Aufschrift ,,Faul sein ist wunderschön.", sowie einer Pippi  drauf gedruckt, höre ich die Symphonie von Beethoven rauf und runter . Wenn ich das mache, warte ich darauf, dass meine Finger anfangen, etwas zu tippen. 
Links von mir im zweiten Stock steht ein älterer Mann am Fenster und starrt auf mich herab und notiert genau was ich mache. Kann ja gut sein, dass ich gleich das Schloss in die Luft spränge. Und wie es der Zufall will, kommt auch gleich die Dame mit den roten langen Haaren aus dem Hause heraus, die ebenfalls am Fenster stand und guckte.
,, Hast du denn keinen Gartenstuhl?", fragt diese.
,, Na, aber hier ist ja Grad so schöne Sonne.", antworte ich lachend.
Dabei nickte sie und verschwand wieder so schnell, wie sie gekommen ist.
Könnt ihr euch noch daran erinnern, dass eine Nachbarin unschöne Dinge über Nebenan erzählt hat? Ja, das war diese.
Ich blieb neutral. Egal was über sie geredet und was sie über andere geredet hatte.

Samstag, 10. September 2016

Kaffee Melange - frei heraus

Nun, als ich damit fertig war, mein Bett mit Glückshormonen voll zu niesen, ging ich wieder nach draußen auf den Flur und klopfte an die Tür von den Nachbarn.
,, Einen Moment!", schrie die Frau Nachbarin. Die Hunde fingen an zu bellen. Manche hätten da Gänsehaut auf ihren Armen bekommen, aber ich nicht. Ich mochte schließlich Hunde seit ich neun Jahre alt war. Das ist bis heute so geblieben. Sie dürfen sogar sehr groß sein und langes Fell haben, welches dann so furchtbar stinkt. Aber das stört keinen großen Geist. Die Frau rüttelte an der Tür und rief verzweifelt ihren Sohn zur Hilfe. ,, Jetzt geht die Tür wieder nicht auf."
Ihr Sohn stöhnte hörbar auf. ,, Du musst ja auch Kraft haben."
Ein Grinsen machte sich auf meinen eh schon lächelnden Lippen breit.
Mit einem Ruck ging dann auch die Tür auf und der Sohn stand strahlend lächelnd im Türrahmen.
Ach und so sehr bete ich gerade zu Gott. Und ja es gehört zur Geschichte, die leider so wahr ist, dass es einem eigentlich in Seele weh tut, wenn ich nur ganz schnell weiter schreibe. Dann wüsstest du, warum ich bete. Oh, aber ich bitte Gott auch immer nur, wenn ich ihn brauche. Nur sehr selten danke ich für den Tag, den   ich lebend beendet habe. Man müsste jeden Abend danken.
Ich weiß von dem allerersten Abend bei Ihnen, meinen Nachbarn, noch ganz genau. 
,, Was willst du trinken? Wir haben Kaffee Melange, koffeeinfreien Kaffee, Kirschbananentee und, und Milch.", fing die Nachbarin an. Als ich antworten wollte, fuhr sie fort. ,, Oder willst du Bier? Wir haben auch Alkohol da." Sie schaute mich fragend an.
Ich schüttelte den Kopf und verneinte den Alkohol. ,, Ich trinke nicht so gern Alkohol."
,, Oh? Leute in deinem Alter aber sehr häufig."
Der junge Mann meinte, das mache mich sehr sympathisch. 
,, Milch ist mein Alkohol.", sagte ich und setzte mich auf den Stuhl, welcher mit Kaffeeflecken überzogen war. ,, Der ist noch von Maxi übergeblieben. Das Kissen waschen wir nicht. Eine Erinnerung. ", sie seufzte.
Bei all den Zeilen, die ich gerade schreibe, bleibt im Hinterkopf der Gedanke, dass doch bitte ein Wunder geschehen soll. Ein Wunder, welches die Wunden heilt.

Entschuldigung für die kurze Fortsetzung.

Samstag, 3. September 2016

Kaffee Melange- Kartoffelklatsch

Hätte ich damals keine Kartoffeln in einem Beutel mit zu meiner Wohnung geschleppt, würde ich jetzt wahrscheinlich nicht darüber schreiben. Wie so oft diesen Sommer, regnete es. Aus Eimern kippte das Wasser auf die Erde hinab.
Am Rande bemerkt, es gehört zu dieser Geschichte, vernehme ich den Duft nach Hundefutter. Es könnten auch frisch gekochte Spaghetti dabei sein. Aber so riecht es gerade nun einmal.
Ja an dem besagten Kartoffeltag regnete es aus Eimern. Meine Mutter hatte vor ihrer Reise nach Schweden von einem heimischen Bauern eine große Steige Kartoffeln abgekauft. Frisch aus der Erde und dementsprechend aussehend. Schon beim Anfassen einer Kartoffel, darf man sich gleich die Hände von Erde befreien. Damit die Kartoffeln nicht schlecht würden, wenn Mama und Papa nicht Zuhause waren…
Oh entschuldigt bitte, gerade erreichte mich schon wieder der Geruch von Spaghetti. Ja, wirklich es gehört zur Geschichte, auch wenn man es noch nicht erahnen kann.
Nun, wenn Papa und Mama nicht Zuhause waren, wer sollte dann nun die Kartoffeln essen. Da ich Anfang März von Zuhause ausgezogen und in ein Schlösschen nicht weit von daheim wieder eingezogen bin, nahm ich einen großen Sack Kartoffeln mit in meine eigenen vier Wände.
Noch bevor ich aus dem Auto stieg, sah ich die Türe von meinen Nachbarn, über die ich bisher nur negatives gehört hatte, offen stehen. So rasch, wie ein Ferkel blinzelt, kam mir der Einfall, Ihnen einen Teil Kartoffeln zu schenken. Gesagt, getan. Da stand ich also nun, bis auf die Knochen durchnässt mit einem Sack Kartoffeln im Hauseingang.
Sogleich wurde ich mit einem: ,, Ach, komm doch rein. Lass die Schuhe an und setz dich.'' , von einer Frau, dessen rotbraunen Haare so lockig sanft über ihre  Schultern fiel und ihre laute, aber singende Stimme, mich dazu einlud, nicht reisaus zu nehmen, wie es eine Nachbarin bestimmt getan hätte.
,, Ich wollte euch Kartoffeln schenken, frisch vom Bauern.'', begrüßte ich sie mit einem Lächeln. Zu meiner Rechten auf einem Küchensofa lag ein junger Mann. Seine Haare standen wirr vom Kopf weg und seine blauen Augen strahlten mich an. ,, Das ist aber lieb.'' , sagte dieser.
,, Ach, da kann ich ja gleich Reibekuchen zu den Fleischpflanzerl machen. Magst du welche?'', sang fröhlich die Frau, die wahrscheinlich seine Mutter war, weiter.
Ich nickte. ,, Aber ich muss nur schnell noch was anderes anziehen.''
Sie nickte bestimmt und lugte über ihre Brillengläser hervor. ,, Mach das nur. Ich mach derweil die Fleischpflanzerl nochmal warm."
Mit einem Danke und einem Lächeln im Magen verschwand ich schnell, um mir was trockenes anzuziehen.
Als ich dabei war, die nasse Kleidung anzustrengen, begann ich herzlich zu lachen. Ich warf mich auf mein Bett und lachte in meine Bettdecke hinein. Ich spürte, es würde noch besser werden. Nicht zum Lachen, das erfahrt ihr ein anderes Mal.

Samstag, 27. August 2016

Krawehlikuss

Krawehl, krawehl.
Nun, eigentlich wollte ich was schreiben.
Doch um diese Uhrzeit zieht es mich doch ins
vermeintliche Traumland.
Welches man mit geschlossenen Augen und müden Beinen erreichen kann. Vorrausgesetzt, man hat nicht den ganzen Tag über negative Dinge oder Personen nachgedacht. Da kommt es dann schon vor, dass ich mal irgendwie in einem Kanal lande, der mich in den Tod reißen will. Das ist dann wohl doch kein Traumland.
Krawehl, krawehl.

Samstag, 18. Juli 2015

Morgenglanz

Der Natur ganz nah sein. Was man mit dem bloßen Auge manchmal nicht wahrnimmt, einmal aus der Perspektive einer Schnecke oder eines Igels aufgenommen.
 
Funkelnde Wasserperlen bedecken die Wiesen und goldene Seide umhüllt die Halme.




Mehr Bilder von meiner Morgenreise findest du auf:

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Freitag, 10. Juli 2015

Hasi von Klinik - Die Geschichte, wie Hasi in der Klinik blieb

Hasi will, dass es veröffentlicht wird. Er will, dass alle wissen, was ihm widerfahren ist.




Am Anfang hat mich nie jemand beachtet. Obwohl ich voller Blut war. Hätte auch Farbe sein können. War es aber nicht. Aber wer vermutet schon, dass das echtes Blut ist? Noch dazu, bei mir, wo ich so klein bin und mich nicht mal bewegen könnte. Ja in euren Augen kann ich mich nicht bewegen. Aber ich kann es. Deswegen klebt an mir auch Blut. Hahahah. Ich kann gut lachen. Ich kann gut Angst einjagen, mit meinem Lachen. Ein tiefes dunkles Lachen. Immer wenn jemand alleine auf dem Gang ist, fange ich an zu lachen. Und dann laufen sie. Laufen. Laufen. Laufen. Aber da ist niemand. Nur ich. Manche lachen mich aus. Manche finden mich süß. Manche nehmen mich einfach mit und setzen mich wo anders hin. Das find ich scheiße. Ich bin ja nicht umsonst an diesem Ort. Ich muss ja der Klinik einen gewissen Schutz bieten. Der Klinik, mein Zuhause. Mich hat ein Patient hinterlassen. Der war ein bisschen Plem plem im Kopf, weshalb er mich in seinem Alter auch noch besessen hat. Aber sehr lieb zu mir. Der hat mich respektiert. Er hieß Egon. Und hat am Schluss jemand umgebracht. Ja verdammt, glaubt es mir. Oder nicht. Ich hab ein skurriles Leben hinter mir. Ich bin ich. Also respektiert mich! Na gut, das war gelogen. ER hat niemanden umgebracht. Aber ich. Du glaubst mir immer noch nicht, gell? Ach ich lass es lieber. Einem Hasen glaubt man ja nicht. Schon gar nicht, wenn er türkisblau ist. Ich habe trotzdem Blut an mir kleben.
Ich sehe euch alle. Ich kenne euch. Ich kenn das Mädchen, welches schon 18 mal in der Klinik war. Ich kenne den jungen Mann, welcher auf dem Einrad durch die Gänge gekurvt ist. Ich kenne den Drachen Mann, wo ich Model spielen musste. Ich kenne diese junge Frau, die mich in ihren Armen hielt und fast zerquetschte. Ich bin nicht so niedlich, wie ich aussehe. Blut!
Ob du es willst oder nicht, ich fange noch mal damit an. Es war so. Egon wurde gequält. Von den Pflegern. Eigentlich war er ja in der Klinik, um gesund zu werden. Aber er hatte auch noch einen anderen Grund. Früher war er Ermittler. Also Polizist. Damals ging das Gerücht um, dass die Patienten durch Eingriff der Ärzte gestorben sind. Hitler hat das verordnet. Um Experimente an ihnen durch zu führen. Oder ihren Körper zu zerteilen. Und da die Versehrten, nicht schnell genug starben, hat man eben nachgeholfen. Darunter auch Egon. Aber sie hatten nicht mit mir gerechnet.

So wie es der Zufall wollte, stand ich auf dem Schrank, in Egons Zimmer. Er lächelte mir aus seinem Bett zu. Ich tat es so gut wie ich konnte. Ich konnte meine Schnauze nicht verändern. Damals. Er hatte mir ein Küchenmesser auf den Schrank gelegt. Ich glaube, für sich selbst zum Schutz. Falls sie es wieder probieren wollten. Griff er nach dem Messer und würde es ihnen in den Bauch stoßen. Aber ich war nun schließlich auch mal an diesem besagten Tag da. Und ich wollte nicht, dass mein guter Freund stirbt. Als der Arzt das Zimmer betrat und verkündete: ,, So, heute werden wir Sie von Ihren Qualen befreien. Egon!". Dabei lachte er. Aber mein Lachen war grausamer. Er reckte seinen Kopf in meine Richtung. Und ich hatte freie Bahn. Ich sprang im hohen Bogen auf seinen nackten Hals zu und versenkte das Messer in seiner Kehle. Blut spritzte. Und ich bekam verdammt viel davon ab. Egon sprang aus seinem Bett und hob den Arzt auf und hievte ihn aus dem Fenster. Wir waren im dritten Stock. Und er fiel. Unten angekommen, zerbrach sein Schädel. Vom eigentlichen Grund war nix mehr zu sehen. Wir hatten nur nicht bedacht, dass das Blut überall in unserem Zimmer zu sehen war. Und weil Egon eben so plem plem im Kopf war, fing er an zu schreien. Er nahm mich und warf mich ebenfalls aus dem Fenster. Das fand ich nicht nett. Ich hatte ihm sein Leben gerettet und er schmiss mich aus dem Fenster. Kurze Zeit später fing er an zu weinen und bat um Verzeihung. Er wollte mich holen. Aber er kam nicht dazu.
Schwestern kamen in sein Zimmer geeilt, sahen das Messer, das Blut und mich und den Arzt auf dem Boden liegen. Sie verbannten ihn aus der Klinik. Mich wunderte es, dass sie ihn nicht doch umbrachten. Vielleicht war das auch wirklich nur ein Gerücht. Und ich hatte den Arzt ohne Grund umgebracht. Naja, jedenfalls kam Egon ins Gefängnis. Ich glaube er sitzt heute immer noch drinnen. Aber die Leichenkammer gibt es immer noch in der Klinik. Allerdings wurde sie eingemauert. Damit niemand das Geheimnis aufdeckt. Ja, mich hat man nach der Tat versucht zu waschen. Aber das Blut wollte einfach nicht abgehen. Deswegen verstauten sie mich auf dem Dachboden. Da sitze ich bis heute noch und lache. Allerdings bleibe ich nicht lange an einem Ort. Da ich immer wo anders hingehe. Der Geist. Das Mädchen, welches schon 18 mal in der Klinik war, hat ein Geist auf  einem ihrer Bilder entdeckt. Das ist der Arzt. Der ohne Grund umgebracht wurde. Aber sie glaubt nicht mehr daran, dass das ein Geist ist. Deswegen weiß das mal wieder niemand. Sie kommt auch nicht mehr so oft. Weil so viele Vandalen hier in der Klinik ihr Unwesen getrieben haben. Ach... Wartet mal. Da kursiert ja noch ein Geisterfoto im Internet. Woher ich davon weiß? Ich weiß halt alles. Nur nicht das mit Arzt. Also, dass er eigentlich Egon nur helfen wollte. Das Messer hatte er nur für seine Salami dort oben auf bewahrt. Er klaute sich immer etwas von der riesen Salami.
Aber das war mir nicht mehr bewusst. Gerüchte eben. Dumm gelaufen. Diese schwebende Frau im Nachthemd. Die hat sich umgebracht, weil es sie verdammte Angst hatte. Sie glaubte, von Geistern heimgesucht zu werden. Deswegen hat sie sich in einer Nacht, als es ihr zu viel wurde, das Leben genommen. Sie ist auf den Dachboden gegangen, hat mich erblickt, und ich hab sie scheinbar so erschreckt, dass sie aufs Dach geklettert ist und gesprungen ist. Damit hat sie sich keinen Gefallen getan. Denn jetzt spukt sie in der Klinik umher. Aber sie erscheint nur, wenn du an Geister glaubst.
Also kannst du mich auch wieder für blöd verkaufen. Hahaha.
Lieben Gruß,
Hasi.
 
©Conni Bannasch
 


Donnerstag, 25. Juni 2015

Lebenszeichen

Am 20.9.2010 schrieb ich dies:
 
Manchmal lebe ich, wie in einer Geschichte, die so sonderbar und verrückt geschrieben wurde, dass man sie nur hätte lesen können. Manchmal grüble ich darüber nach, dass einige Kapitel wirklich merkwürdig erscheinen, und doch meine reale Persönlichkeit auszeichnen.
 
Heute, 25.6.2015 schreibe ich dies:
 
Es kommt mir so vor, als wäre "Alles" nie passiert. Als ob es nur ein Buch im Bücherregal wäre. "Alles" ist nur noch ein winziger Fleck in meiner Selbst.



Dienstag, 24. Februar 2015

Neues Hobby - Jemand anderes sein

Vor ein paar Wochen traf ich meine Freundin und sagte ihr:" Ich hatte heut früh eine Vision. Du verwandelst mich!" Gesagt, getan. Ich saß auf einem Hocker in ihrem Zimmer und lies mich von ihr erst einmal schminken. Meine Augen wurden schwarz umrundet, mein Gesicht etwas kantiger geschminkt und ich stülpte mir ein Haarnetz über, schwarze Perrücke drüber - fertig. Dazu zog ich noch ein rotes Shirt mit einem Roboter und eine selbst genähte blaue Kapuzenjacke von ihr an. Das rote T-Shirt hat sie ebenfalls selbst bedruckt. Vielleicht erahnt der ein oder andere schon, um wen es sich dabei handelt? Ein kleiner Tipp: Vor Kurzem konnte man die Figur in einem Kinofilm anschauen. Bastian Pastewka hat eine der Hauptrollen gesprochen.
Wenn dich das alles an Fasching erinnert, dann liegst du da völlig falsch. Fasching gibt's nur ein,zweimal im Jahr. Aber dieses Hobby hier, kann man das ganze Jahr über machen und man näht sich die Kostüme selbst. Zumindest versucht man die Figur, die man nachmachen will, das Kostüm Naturgetreu wie möglich darzustellen.
Jetzt vielleicht eine Idee?
Okay, es geht um Cosplay. Cos = Kostüm Play= Spiel - ist ein japanischer Verkleidungstrend, in dem, wie ich bereits erklärte, der Teilnehmer einen Charakter aus einem Anime, Computerspiel, Spielfilm oder Manga möglichst im Original darstellt.
Nun, und meine Freundin, von der ich gerade erzählt habe, übt Cosplay glaub ich schon seit zwei Jahren aus. Und in ihrem Zimmer tummeln sich mehrere Wigs ( Perrücken), Stoffe, Kleister, Alufolien, Feilen, Scheren, Haarnetze usw. Sie ist der geborene Cosplayer. Jedenfalls steckt sie viel Arbeit in ihre Kostüme und ist mit Herz bei der Sache. Durch dieses Hobby hat sie viele Leute kennen gelernt, denn man trifft sich auch öffentlich und tauscht sich aus oder fotografiert sich. Nimmt außerdem an Workshops teil, wie z.b Bildbearbeitung, Fotografieren oder man cosplayt im Team zusammengehörige Charakter. Hier könnt ihr euch verschiedene Seiten von ihr anschauen. WorldCosplay ; Deviantart ; oder auf ihrer Facebookseite.
Und nun wurde ich ebenfalls davon überzeugt, so etwas zu machen.
 
Und wen habe ich nun dargestellt? 
 
( ein weiterer Eintrag folgt mit meinem zweiten Cosplay, welches ich selbst, fast selbst gemacht habe)
 
Hier seht ihr nun: Hiro aus Baymax robowabohuuu




Sonntag, 4. Januar 2015

Die Menschenfresserin - Nr. 1



Die Menschenfresserin ist eigentlich niemand als sich anderen selbst. Sie ist so groß wie ein normaler Mensch und vom Aussehen auch. Sie hat keine riesen großen Zähne, kein großes Maul, keine spitzen langen Fingernägel, wiegt nicht überdimensional viel und hat auch keine blutroten Augen. Sie ist ein Mensch. Und hat verdammt viel erlebt. Mehr als ihr lieb ist. Man hat ihr, Man - der Gott oder wer auch sonst, lauter verschiedene Menschen in ihre Laufbahn geschmissen. Es fing in der ersten Klasse an. Und es hörte nie auf. Sie versuchte sich irgendwie durchzuschlagen. Mal fand es ein gutes, mal ein schlechtes Ende. Aber leben tut sie immer noch.
Menschen gibt es viele. Ticken tun sie nicht alle gleich. Aber jeden Menschen hat die Menschenfresserin verputzt, bis das eigentliche Ich der Person zum Vorschein kam. 
Es ist keine Geschichte, mit es war einmal. Es sind eher so zitatähnliche Texte - Das Ergebnis aus der Gleichung einer einzelnen Person. 

Die Hülle ist nur ein Etikett. Immer auswechselbar. Aber das Innere, das bleibt gleich. Und das musst du dir schon genau ansehen, erst dann erkennst du den wahren Menschen, der sich hinter der Verpackung verbirgt. Das Äußere kann noch so spielend freundlich, so ängstlich oder so brutal aussehen. Hinter der Facette versteckt sich immer jemand anders. Und manchmal hast du das große Pech oder Glück, diesen jemand entdeckt zu haben. Dann musst du nur selbst damit klar kommen. Und das kann auf Dauer ziemlich anstrengend sein. Oder auch nicht. 

Diese Art von Mensch, mit dem die Menschenfresserin viele Jahre ihres Lebens verbracht hatte. Sie hätte sich gewünscht, dass sie wirklich diesen Menschen aufgefressen hätte. Es macht sie traurig, dass so viele Menschen auf viele falsche Worte und auf ein aufgesetztes Lächeln drauf rein fallen können. Noch schlimmer ist es, dass solch Art von Mensch die Leiter empor klettern können, ohne dass jemand den Kern der Person entdeckt. Es sind meistens die Lautesten. 


Mittwoch, 19. November 2014

Die Geschichte von der traurigen Wahrheit - Connis Geschichtenkuddelmuddel



Ich dachte, man würde es nicht merken, wenn ich mit dem Schlitten durch die Straßen ziehe. Ich habe geglaubt, man würde mich nicht bemerken, weil mein Kopf in einem Sumpf des Nichts versank. Man hätte meinen können, mich würde es nicht geben. Eines Tages sang ich ein Lied der Traurigkeit, aber euch fielen diese Töne nicht auf. Es waren viele zaghafte Klänge, die aneinander rieben, aber zu keiner Melodie fanden. Es hat euch gestört, dass dieses Etwas von Musik zu keinem Ende fand. Es war nicht zu überhören. Mir wurden die Hände gebunden. Es war meine Aufgabe dies zu tun. Ich fand auch Gefallen daran, in dieser schwarzen Kluft zu stecken und mich zum Außenseiter zu machen. Ihr liefet alle auf die schöne Lüge zu. Aber die hässliche Wahrheit ließet ihr einfach aus. Es hat euch so geblendet. Man hätte glauben, nicht ihr sondern ich wäre tot. Ich, die Wahrheit.

Meine Kinder der Vergangenheit verloren sich im ewigen Zwang der Streitereien. Die Welt brach in sich zusammen. Das Wort Frieden stand auf eurer Liste, der zehn Dinge, die noch gemacht werden müssen, bevor ihr in das Reich des Todes hinab steigen würdet. Aber es war bloß ein Wort, wovon jeder geprahlt hat, ihr würdet es euch so sehr wünschen. Schon von klein auf wurde euch eingefleischt, wünsche dir Frieden, dann stehst du ganz oben.  Doch blieb es nur als Wort stehen. Gerade diejenigen die dies laut aussprachen, verübten Gewalt, sei es seelische oder auch körperliche, aus. Als ich bei ihnen an der Türe klingelte und sie darum bat, bei sich selbst anzufangen, knallten sie mir die Türe vor der Nase zu.  Denn ich wusste, den Frieden wird es niemals auf Erden geben. Gegangen seid ihr zum Glanz des Erzwungenen. Gewollt habe ich nur das Beste. Aber die Mehrheit hat euch mitgezogen. Es wäre verwunderlich gewesen, wenn einer von euch stehen geblieben wäre, um sich der Wahrheit zu stellen. Aber diesen starken Sog der Macht, die euch mit riss und zu mächtigen Lebewesen machte, konntet ihr nicht Stand halten.

Ein, zwei wenige ziehe ich auf meinem Schlitten. Sie tragen ebenfalls eine schwarze Tracht. Eine der Wenigen, die mich zu lieben gelernt haben. Die größte Gabe jener war, selbstständig denken zu können. Sie hatten ein großes Herz, welches sie dazu behalf, die Lüge zu erkennen und widerstehen zu können. Es waren wie gesagt nur wenige, denn ihre damaligen Freunde erkannten sich als Verräter an. Es macht mich deshalb traurig, mit ansehen zu müssen, wie die menschliche Welt sich nach und nach kaputt macht. Sie nehmen der Natur nach und nach, da die Lüge ihnen verbreitet hat, die Natur könnte sie töten. Doch nur allein der Mensch kann sich selbst töten, indem er so bleibt wie er ist.
Ich habe leicht zu ziehen. Wir, die Wenigen werden bald auf der anderen Seite angekommen sein. Fliehen können wir nicht. Aber jemanden zu finden, der mir glaubt, selbst denken kann und ein großes Herz hat, macht uns jeder gegenseitig stark. Trotzdem wird es immer vergeblich bleiben, den Lügenden die Wahrheit vor Augen zu halten. Denn es ist nichts leichter zu glauben, was nicht weh tut.

Viele die der Wahrheit gegenüber gestanden haben, sind traurig und sterben langsam. Es ist ihr sehnlichster Wunsch gesehen zu werden, aber die Lügenden schauen weg. Somit, so glaubet mir, wird diese Geschichte nie ein Ende haben. Es gibt zu vieles, was es auf der Welt gibt und den Frieden immer weiter in den Hintergrund drängt. Es wird Jahrhunderte dauern, bis diese Probleme gelöst werden können. Aber bis dahin wird es uns nicht mehr geben. Aber solange ich lebe, kann ich bei mir selbst anfangen und tun. 

Montag, 10. November 2014

SweetART - Einblicke in "Französische Kleintorten-Kurs"

Ich war kürzlich auf einem Fortbildungskurs in München. Zusammen mit fünf weiteren netten Kursteilnehmern und dem Kursleiter Robert Oppeneder haben wir viele kleine Törtchen gezaubert. 
Der eine hat die Zutaten abgewogen, der andere die Kuvertüre erwärmt und der Vierte, Dritte, Fünfte und Sechste den Eischnee unter gehoben, Gelatine eingeweicht, Massen aufgestrichen oder Sahne mit dem Zucker aufgekocht uuuuund fotografiert das ganze! 







Robert Oppeneder ist einer der erfolgreichsten und kreativsten Patissiers der Gegenwart. Er hat jahrelang als Chef Patissier in München und Hongkong gearbeitet. 





Nun kann man sich bei ihm zeigen lassen, wie man Marzipanfiguren modelliert, mit Air Brush arbeitet, Zuckerschaustücke, französische Kleintorten und vieles Kreatives mehr herstellt.  
Außerdem betreibt er einen eigenen Onlineshop, in den wir unsere neugierigen Köpfe ebenfalls stecken und anschauen durften. Also in das Lager. Da gab es viele, viele schöne Sachen. 

Ich war also letzte Woche in dem "Französischen Kleintorten Kurs", in dem ich nicht nur verschiedene Einlagen von Cremes und Biskuitböden, nein auch die Kunst des Dekorieren kennen lernte. 


Wenn du wissen willst, wie man diese Prinzessinnen Torte macht,....

oder diese Fächertorte...
                                                                                                                                                                   
Oder vielleicht doch auch noch dieses Törtchen?












































Dann besuche Ihn auf seiner Seite! www.sweetart.de

Montag, 3. November 2014

Wunderschöne Aussicht und eine eiskalte Dusche - Kungsleden Teil 6

6. September

Statt vier Stunden haben wir heute 6 Stunden gebraucht. So stand das im Reiseführer. Den Schweden von gestern habe ich heute bei der Fjällstation wieder getroffen. 

 In der Früh war herrlichstes Wetter. Der Schwede war schon über alle Berge, als wir aufbrechen wollten. 
























Die Lupi hat immer wenn sie konnte, dieses Wollgras fotografiert. Sieht ja auch schön aus. Nur das doofe ist, dieses Wollgras ist einfach nicht fotogen. Es kann nie still halten. 



Die Aussicht an diesem Tag war herrlich. Grenzenlose Sicht ins Tal und die Sonne hat es so schön golden beschienen. Leider sieht man das hier nicht so sehr. 

 Heute haben wir Öl getrunken, da es keine Cola gab. Öl = Bier. Allerdings Lättöl - Leichtbier.
Meine Beine waren heute still, da ich endlich mal nach einer Woche die richtige Einstellung für meinen Rucksack gefunden habe. Dafür hat aber Lupis Rücken ununterbrochen geschmerzt. 
Gute Nacht. Ach ja, der Weg war sehr schön. Nur war da ein steiler Berg. Und ich mag das nicht, wenn es runter so steil bergab geht.

 In der Ferne sieht man ein gelbes Zelt. Dieser Camper hat wohl den schönsten Zeltplatz, den man sich wünsche kann. Direkt am Wasser. Wunderschöner Ausblick und weit weg vom Wanderweg. 

An diesem Tag habe ich mir auch mal meine Haare gewaschen. Kopf in den eiskalten Fluss tauchen, Ecowash drauf klatschen, wie man das halt so macht und mit eiskaltem Wasser wieder abwaschen .Und dann den Kopf schütteln. Mensch, so ein angenehmen Haarwasch, hat niemand. Vor allem, wenn dann das Kalte Wasser dir den Rücken hinunter läuft.  Lupi fand das sehr schade, da sie ihre Kamera nicht mitgenommen hatte. Es war nämlich ein lustiger Anblick für sie. 


Bei dieser Fjällstation haben wir auch sehr, sehr viele Rentiere gesehen. Und sehr nah. Der Zeltplatz war auch überhaupt sehr schön. Umringt von kleinen Bächen und hinter uns die Fjällstation. Und unser Blick auf die schroffen Berge. 

























Der Bach, wo ich mir meine Haare gewaschen habe. 

Freitag, 31. Oktober 2014

Der Vogel mit den dicken Beinen - Kungsleden Teil 5

5. September 

Tjäkta: Gerade wollte ich den Wasserfall fotografieren, da stand ein blonder Mann unten am Fluss und deutete mit seinem Finger irgendwo hin, wo ich nix sah. Sollte ich jetzt zu dem hinlaufen? Meinte der wirklich mich? Was könnte denn da unten sein?
Deswegen bin zu ihm runter. Erst habe ich mich auf einen Bären gefreut. Aber da war nur ein Vogel. Ein grauer Vogel mit fetten Beinen. Er meinte es wäre ein Fjällräven und lebt nur im Fjäll. Also ich verstand den Namen Fjällräven. Aber das war doch ein Polarfuchs. Kein Vogel. Außerdem war er schwedisch, also der nette junge Mann. Und der Vogel natürlich auch. Dass der Vogel also fette Beine hatte, verstand ich sehr gut. Der Schwede deutete freudig auf dessen Beine und lachte. Dann zückten wir beide unsere Kameras und schossen unzählige Fotos von diesem "Fjällräven". (Aufklärung von dem Namen des Vogels kommen später)
Der Vogel sah aus wie eine Möwe, steingrau und hatte fette Beine und watschelte lustig umher.
Der Schwede hat erst mit mir Englisch gesprochen. Ich hab nur nicht viel verstanden. 
Als er den Vogel mit Knäckebröd für ein gelungenes Foto locken wollte, sagte ich zu ihm: "Jag tror han äter inte Grönsaker!", heißt soviel wie : Ich glaube, er isst kein Gemüse. 
Ein netter Schwede und ein netter Vogel, weil er so außergewöhnlich ist und gerade da stand, als ich kam. 
Die Lupi hatte sich schon Sorgen gemacht. 

Sucht den Vogel! Hitta Fågeln!

















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Bis auf die letzten drei Kilometer war der Weg sehr schön. Wir haben auch wieder sehr viele Rentiere gesehen. Conni kam freudig von ihrer Expedition zurück. Jetzt hofft sie, den Schweden wieder zu sehen.

Zweimal mussten wir heute über eine Hängebrücke gehen, die sehr gewackelt hat. Das fand ich sehr gruselig. (Lupi). Es stand auch extra ein Warnschild dabei, dass nur eine Person drüber darf. 

Zweite Hängebrücke :)

 Die Stugafru war auch sehr freundlich. Sie hat uns als Begrüßung einen Sirup abgefüllt. Allerdings haben wir 100 Kronen bezahlt, weil wir dachten, wir müssten das, da wir den Zeltplatz nutzen. Als wir nicht zum Abendessen erschienen sind, hat sie uns am nächsten Tag gesagt, dass sie uns beim Abendessen vermisst hat. Wir sagten ihr, dass wir im Zelt gegessen hätten. Demnach hätten wir gar nix zahlen müssen,wenn wir die Küche nicht benutzen, aber das haben wir erst nicht gecheckt, als sie versuchte, uns das klar zu machen. 


Donnerstag, 30. Oktober 2014

Verlassenes Bauernhaus

Ziemlich unscheinbar steht dieses verlassene Haus eingequetscht auf einer Anhöhe. 
Eine kaputte Verandatreppe führt zu einem offenen Fenster, wo sich so manch anderer hinein geschlichen hat. Drückt man auf die Klingel, öffnet dir niemand die Türe. Kein Mucks kommt aus dem Gebäude. 
Leere Plastikflaschen liegen verstreut auf dem Boden und Glasscherben auf dem Fenstersims. Der erste Eindruck von diesem Zimmer verspricht dir alles andere als eine Traumbude. Aber geht man weiter in das Innere, so erwarten dich helle große Räume und bunte 60er Jahre Tapeten. Und ein herrliches Bergpanorama.

Der Ort dieses Hauses bleibt geheim. Denn ich will keine Leute herbeirufen, die diese Idylle durch Vandalismus kaputt machen. Seit meiner Veröffentlichung der Klinikbildern ist vieles dort zu Bruch gegangen. Also habt bitte Verständnis.

Hier kommt keiner mehr so schnell raus. 








Freitag, 24. Oktober 2014

Die erste und letzte Nacht in einer Fjällstation Alesjaure - Kungsleden Abisko bis Vakkotavare Teil 4

Die Nacht im Zelt war sehr stürmisch. Wir hatten auch kaum geschlafen, da einer von uns immer abwechselnd wach lag und Angst hatte, das Zelt würde weg fliegen. 

4. September 

Heute früh war mir schlecht. Die ganze Nacht über hat es gestürmt, so dass das Zelt hin und her gesegelt ist. Deshalb konnten wir kaum schlafen.

Auf dem Weg nach Alesjaure, mussten wir den ersten Fluss überqueren. Hätte ich keine Schmerzen in meinen Hüften gehabt, dann hätte ich das wahrscheinlich ohne Komplikationen wie die Lupi geschafft. Also Schuhe aus, Wasserschuhe an und umständlich durch den Fluss waten. Ein Wanderer grinste, als er mich so sah. 
Regenbogen gab es hier wie Sand am Meer!

Der Weg über war immer noch sehr stürmisch, man musste ganz schön auf das Gleichgewicht achten, so dass man nicht vom Weg gefegt wurde. Gut, dass wir unsere Stöcke dabei hatten. Wir sind eigentlich nur mit Stöcken gegangen. 
 Jetzt sind wir in Alesjaure in einer Fjällstation. Die ganze Zeit über hat es geregnet und gestürmt. Jetzt tun mir beide Hüften weh und kann sie nicht mehr bewegen. Ich hoffe, es wird heute Nacht besser. 
Mir ist kalt.
Plumsklo!


 Wir haben Schokolade gekauft. Der Verkäufer war sehr fröhlich und lustig drauf. 
Jetzt ist unser Zimmer voll. Drei Schweden und drei Deutsche. 
Die Lupi ist weg, kommt aber nicht wieder. Ich hoffe, es fängt niemand mit mir ein Gespräch an. 
Da kommt sie wieder. 

In der Fjällstation haben wir auf eine Deutsche getroffen. Sie meinte zur Mone, dass sie uns am ersten Tag gesehen und uns ja überholt hat. Sehr freundliche Aussage! 
In der Stube, wo man sich Essen kochen konnte, saßen nur noch Schweden und Amerikaner. So dachten wir jedenfalls. Ein junger Mann schrieb in sein Notizbüchlein und sein Vater sah aus wie der Kommissar aus Varg Veum. Deshalb dachten wir, sie kämen aus Norwegen. Weil sie nie Deutsch gesprochen hatten. 

In Alesjaure haben wir auch unseren Matthias Schweighöfer wieder gesehen. Eigentlich hätte er schon über alle Berge sein müssen, so wie er es uns am Anfang erzählt hatte. Aber Lupi war sehr freudig, ihn entdeckt zu haben. 

Die Nacht in der Fjällstation war schön warum und kuschelig. Allerdings wurden wir von den Schwedinnen um 6 Uhr in der Früh geweckt. Lupi und ich blieben aber liegen. Erst als wir nur noch die Einzigsten in der Stube waren, haben wir uns dann auch mal fertig gemacht.